Wegbereiter

 

Feindliches Land mit freundlichen Einwohnern

Die ersten Reisen der MS Dr. Ingrid Wengler von Berlin zu den brandenburgisch-mecklenburgischen Seen ähnelte zuweilen einer Expedition in unbekanntes Land. Hier hätte man sich gewünscht, dass die Damen und Herren der Wasser- und Schiffahrtsämter einen ähnlichen Eifer an den Tag gelegt hätten, wie später jene Frau B. und ihre Kollegen in Berlin, als sie sich mit Schikanen daran machten, ein Unternehmen zu ruinieren.

Die offizielle, amtliche Tauchtiefe auf den regionalen Gewässern war auf 1,20 m festgelegt. Das Schiff war auf 1,15 m getrimmt. Dennoch musste eine Fahrt von Wesenberg nach Neustrelitz bei der Schleuße Voßwinkel abgebrochen werden. Grund: Der Kammerkanal war völlig verschlammt, verschlickt und verkrautet, deswegen unzureichende Wassertiefe. Da es dort keine Wendemöglichkeit für ein 40-m-Schiff gibt, war eine Rückwärtsfahrt von jener Schleuße Voßwinkel bis zum Woblitzsee angesagt.

Das kurioseste Vorkommnis jedoch war folgendes auf dem Weg über den Störkanal zum Schweriner See:

MS Dr Ingrid Wegler wartet bei Plate auf die Beseitigung von Hindernissen im Störkanal-2

In Plate war eine schöne, neue Klappbrücke über den Störkanal in Betrieb genommen worden. Die Brücke war so neu, dass die Lichtsignalanlage noch nicht funktionierte; die Verkehrregelung erfolgte durch Handzeichen.

Zur allgemeinen Überraschung fuhr sich die MS Dr. Ingrid Wengler mitten in der aufgeklappten Brücke mit dem Bug auf einem unbekannten  Hindernis fest.

Die Brücke war hochgeklappt, die darüber führende, vielbefahrene Straße war somit gesperrt. Entsprechend groß war die allgemeine Aufregung. Nicht an Bord der Dr. Ingrid Wengler, wohl aber bei den Straßennutzern und Verkehrsverantwortlichen.

MS Dr Ingrid Wegler wartet bei Plate auf die Beseitigung von Hindernissen im Störkanal-1

Zur Lösung des Problems wurde aus Grabow, über die Elde, ein Bautrupp des dortigen Wasser- und Schiffahrstamts herbei beordert.

Es stellte sich heraus, dass die ausführende Brücken-Baufirma, nach Beendigung der Bauarbeiten, den Bauschutt und alles übrig gebliebene Material kurzerhand ins Wasser geworfen hatte. 

MS Dr Ingrid Wegler wartet bei Plate auf die Beseitigung von Hindernissen im Störkanal-3

Für einige der Gäste an Bord der Dr.Ingrid Wengler sollte die Reise planmäßig in Schwerin zu Ende gehen; um Anschlusstermine rechtzeitg zu erreichen, wäre ein Bustransfer dorthin notwendig geworden.

Es macht aber einen Unterschied, ob man sich dieser schönen Stadt über eine staubige Straße nähert, ober vom Schweriner See her den Blick auf das eindrucksvolle Schloss richten kann.

Hier half die Wasserschutzpolizei aus: Sie brachte jene Gäste mit dem Boot nach Schwerin und verhalf so dennoch, trotz der Widrigkeiten, jenen Gästen zu diesem einzigartigen Erlebnis, sich der Stadt vom Wasser her zu nähern.
Dafür sei ihr noch immer gedankt!

MS_Dr_Ingrid_Wegler vor dem Schweiner Schloss

Ende gut, alles gut! Mit einiger Verspätung, aber wohlbehalten und gut gelaunt, erreichten die übrigen Gäste, die Crew und das Schiff schließlich doch den vorgesehenen Ankerplatz vor dem Schweriner Schloss!

 

 

Authentische Informationen zum Schiff “Dr. Ingrid Wengler” erhhalten Sie auschließlich auf der Website “www.dr-ingrid-wengler.de”

Das Fahrgast-Kabinenschiff MS Dr Ingrid Wengler in Berlin, die traurig-empörende Story